Andacht Oktober 2021

Unser Monatsspruch im Oktober

„Lasst uns aufeinander achthaben und einander anspornen zur Liebe und zu guten Werken.“(Hebr. 10,24)

Liebe Gemeindeglieder, liebe Leserinnen und Leser!

„Einander Gutes tun!“ –. „Ja, natürlich tu ich das!“ so wird jeder zivilisierte Mensch denken. Und als Kirche haben wir das schon lange auf unsere Fahnen  geschrieben. Wir haben sogar mit der Diakonie eine eigene Abteilung für den guten Dienst am Nächsten. Das muss manchmal auch als Alibi herhalten. Etwa dann, wenn ich als Pfarrer meine Kirche gegen die Kritik verteidige, sie würde sich nur um sich selbst drehen. „Schaut hin, was wir alles tun!“ halte ich dann dagegen. 

Doch wenn ich es recht betrachte, dann ist das ja kein Problem der Institution Kirche, sondern das liegt jedem Menschen nahe. Martin Luther spricht sogar von Sünde, wenn er diese Ich-hafte Art des Menschen bedenkt. Der Mensch, der sich um sich selbst dreht, ist der, der sich von Gott abgewandt hat und darum in der Sünde („ Trennung von Gott“) lebt.

Das Bibel-Wort unseres Monatsspruchs hält uns auch einen Spiegel vor: Haben wir genug acht aufeinander und wie sieht es mit der Liebe und den guten Werken in meinem Leben aus? Und: Achten wir auch auf uns selbst genug, dass wir dann Kraft und Liebe für den Menschen haben, den mir Gott auf meinen Weg stellt?

Dieses Denken liegt dem Ende des Kirchenjahres zugrunde, auf das wir jetzt wieder zugehen. Gut wenn wir bei allem Nachdenken über unser Leben auch achtsam sind für das, was Gott uns zum Leben schenkt. 

Erst danken und dann handeln, ist die rechte Reihenfolge. Möge uns das Geschenk der Liebe Gottes anstacheln zum Guten, wo auch immer wir hingestellt werden. Beispiele dafür gibt es in unseren Gemeinden viele, wie im vorliegenden Gemeindebrief zu lesen ist.

Herzlich grüßt Sie und Euch Euer Pfarrer Johannes Raithel 

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