Unser Gottedienst Teil II

„Nur was der Mensch kennt, kann er lieben“
Den Gottesdienst verstehen Teil 2: Das Läuten der Glocken

Mit den Kirchenvorständen hatten wir uns – wie berichtet – im Mai zur Rüstzeit auf dem Hesselberg getroffen und uns dabei dem Thema Gottesdienst gewidmet. Einige Neuerungen für unser Gottesdienstleben haben wir mitgebracht und bereits eingeführt. Im letzten Gemeindebrief wurden diese Neuerungen genannt.

Im Sinne des Sinnspruchs „Was der Bauer nicht kennt, ißt er nicht.“ – der im Übrigen gar nicht stimmt! – gilt umso mehr der Satz: „Was der Mensch nicht versteht, kann er nicht lieben.

Gerade aber die Liebe Gottes zu uns Menschen ist Inhalt unserer Gottesdienste.
In regelmäßigen Abständen sollen nun im Gemeindebrief Gedanken zu unserem Gottesdienst folgen. Heute geht es um das Läuten der Glocken.

„Womit beginnt eigentlich der Gottesdient?“ so frage ich jedes Jahr im Konfirmandenunterricht. Die richtige Antwort lautet: mit dem Glockenläuten.

Die Glocken wollen uns zur Andacht und zum Gottesdienst einstimmen.  Dazu gehört, dass sie schon eine Stunde vor dem Gottesdienstbeginn läuten. Jeder weiß dann, dass ein Gottesdienst gefeiert wird. Zur Vorbereitung gehört nicht nur die Überlegung, was ich anziehen soll, sondern auch, wofür ich Gott danken will und was ich ihm sagen will, wenn ich ihm nachher im Gottesdienst im Gebet und im Lied anrufe.

Die Glocken begleiten uns, wenn wir beten oder über Gott und unsere Beziehung zu ihm nachdenken. So rufen sie uns auch drei Mal am Tag zur Besinnung, auch wenn es keinen Gottesdienst in der Gemeinde gibt.

Am Sonntag stimmen sie uns ganz konkret auf den Gottesdienst, und damit auf unsere Begegnung mit Gott und seinem Wort, ein.

Im Idealfall wird auch der Weg zur Kirche mit dem Läuten der Glocken begleitet, und zwar so lange, wie ein im Dorf lebender Mensch zu Fuß in die Kirche braucht. Der Weg in die Kirche ist darum durch die vom Glockenklang begleitete Besinnung schon selbst Gottesdienst.

Fortsetzung im nächsten Gemeindebrief.
Thema: Wozu brauchen wir ein Sündenbekenntnis im Gottesdienst?

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